Gemeinde Neuenkirchen
Die Gemeinde Neuenkirchen, unmittelbar nördlich der Universitäts- und Hansestadt Greifswald gelegen, ist ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort im Amt Landhagen und mit rund 2.300 Einwohnern die einwohnerstärkste unter den neun Gemeinden. Zur Gemeinde gehören neben Neuenkirchen die Ortsteile Leist 1, Leist 2, Leist 3, Oldenhagen, Kieshof-Ausbau und Wampen. In Neuenkirchen ist die Verwaltung des Amtes ansässig.
Die Gemeinde verfügt über eine Grundschule sowie Kindertagesstätten, was sie besonders für junge Familien attraktiv macht. Mit über 1.200 Haushalten ist sie als Wohnstandort für Pendler nach Greifswald und zum Forschungsstandort Riems bedeutend.
Das Gemeindewappen
Von Blau und Silber geteilt oben drei sitzende goldene Eichhörnchen, je eine goldene Nuss in den Pfoten haltend unten ein durchgehendes schwarzes Kreuz in der Mitte belegt mit einer goldenen Pflugschar.
Das Wappen der Gemeinde Neuenkirchen
Die Gemeinde Neuenkirchen (Landkreis Ostvorpommern) führt ein geteiltes Wappen: Oben in Blau drei goldene Eichhörnchen, die auf das Wappen der ehemals in Neuenkirchen ansässigen Familie „von Wampen“ verweisen. Die Familie benannte sich nach dem (späteren) Ortsteil Wampen. Im Turmraum der 1285 erstmalig erwähnten Kirche befinden sich drei Grabplatten, die wahrscheinlich früher im Kloster Eldena aufbewahrt wurden. Eine von diesen Platten ist die für Hermann von Wampen III. Der 2,17 m hohe und 1,16 m breite Kalkstein ist neben einer Umschrift , die das Jahr 1383 nennt, auch mit drei Eichhörnchen geziert.
Das schwarze Kreuz im unteren Teil verweist auf den Ortsnamen und steht symbolisch auch für die Dorfkirche. Die goldene Pflugscharre, mit der das Kreuz belegt ist, symbolisiert die Landwirtschaft als wichtigsten Erwerbzweig in der Vergangenheit und in der Gegenwart der Gemeinde.
Geschichte
Die Gemeinde Neuenkirchen feierte 2007 das 800. Jubiläum seiner Ortsteile Leist und Wampen. 1207 das war die Zeit, als der eigentliche Hauptverkehrsweg aus Richtung Kloster Eldena, das 1199 gegründet worden war, noch direkt am Bodden verlief und das Salz, das die Mönche im Rosental gewannen, auf diesem beschwerlichen Weg nach Stralsund geschafft wurde.
Dieser Weg wurde Mitte des 14. Jahrhunderts durch ein verheerendes Hochwasser, das schließlich den Kooser See schuf, abgeschnitten.
Die beiden Dörfer gehörten dem Herzog Bogislaw XIV und bis zum Jahre 1634 zum Amt Eldena. Der kinderlose Herzog schenkte seine gesamten in und um Greifswald gelegenen Besitztümer der Universität Greifswald.
Historische Persönlichkeiten
Thomas Thorild, in Blasupp (Westschweden, Bohuslän) geboren, war ein hochbegabter, feinsinniger aber sehr impulsiver und streitbarer Mann, der sich schon in jungen Jahren als Dichter, Kritiker und Schriftsteller hervortat und, den deutschen Stürmern und Drängern verwandt, gegen die in Schweden herrschenden literarischen Richtungen Front bezog.
Nicht nur als Ruhestätte des berühmten Professors Thomas Thorild wurde das Dorf Neuenkirchen namhaft. Dort stand auch die Wiege einer zu Unrecht heute weniger bekannten plattdeutschen Dichterin, von Alwine Wuthenow, geborenen Balthasar.
